3. SCHULE LEIPZIG

Schule bestimmt zu wesentlichen Teilen unsere Kindheit und unser Heranwachsen.
Pädagogische Konzepte der Zukunft müssen flexibel ausgerichtet sein.
Das Entwurfskonzept interpretiert diese Anforderungen mit Einblicken und Ausblicken, Dichte und Offenheit.
Schule ist zentraler Ort für Lernen, Lehren, Reflektieren, Austauschen und Sozialisieren. Kompakt und klar in seiner Gestalt, vielfältig nutzbar, offen und schützend. Auf dem Nord-Süd ausgerichteten Grundstück bildet ein zwei bzw. drei-geschossiger Neubau den Kopf des Areals.
Ein neues Wohngebiet mit Zeilenhäusern schließt das Gelände nach Süden hin ab. Die städtische Grundstruktur der Blockrand-Bebauung wird durch den Baukörper und eine gleichmäßige Bepflanzung entlang der Ost- und Westgrenze aufgegriffen. Als städtebaulich eingebundener Solitär zeigt sich der Schul- Sporthallen-Komplex in zeitgemäßer Form und Materialität, mit Offenheit im Innern, lesbaren Wegebeziehungen und angemessener Integration und Distanz.
Zentraler Raum zwischen Hort und Schulbereich ist die „Integrale “. Ein Verteiler in alle Richtungen:
Ausgangspunkt - Treffpunkt - Ort des Verweilens - Veranstaltungsort.
Die Hauptfunktionen Schule und Hort lehnen sich östlich bzw. westlich an die Integrale an. Höfe bieten Ausblicke und geschützte Freiflächen, liefern Licht und Luft, sowie geschützte Grünflächen. Das Erdgeschoss bietet von außen und innen Einblicke in die abgesenkte Sporthalle. Dynamik als Motiv für schulisches Leben und gemeinsames „Sein“ im Hort. Die weit nach oben geöffnete Integrale ermöglicht schnelle Orientierung und Kommunikation zwischen allen Bereichen innerhalb des Gebäudes.
Die unterschiedlichen Bereiche ordnen sich intuitiv um die beiden Höfe und sind grundsätzlich über die Integrale zu erreichen. Die funktional gestalteten Räume sind geprägt durch ihre schlichte Materialität und ihre flexiblen Grundrisse. Oberflächen sind lasierter Sichtbeton, Holzpaneele (z. B. Akustikdecken) und differenzierte Farbanstriche.